Paul Watzlawick-Ehrenring 2016 geht an Konrad Paul Liessmann

Konrad Paul Liessmann, Wissenschafter des Jahres 2006, Gründungsmitglied des Philosophicum Lech 1997, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien, ist einer der prononciertesten und in der breiten Öffentlichkeit bekanntesten Intellektuellen Österreichs.

Die Bücher „Theorie der Unbildung“, „Das Universum der Dinge“, „Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung“ und „Lob der Grenze“ des Donauland-Sachbuchpreisträgers sind Bestseller. Wie auch die Publikationen Paul Watzlawicks, nach dem der Ehrenring benannt ist: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Wahn, Täuschung, Verstehen“ oder „Anleitung zum Unglücklichsein“.

Mit Paul Watzlawick verbindet Liessmann zudem derselbe Geburtsort: Villach. Wie Paul Watzlawick ist es ihm Anliegen, Philosophie und Geisteswissenschaften in der Öffentlichkeit zu vermitteln, den Diskurs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu befruchten.

Konrad Paul Liessmann ist bekennender „Bildungsbürger“, seine Bücher sind Plädoyers für den mündigen, denkenden, gebildeten, kritischen Menschen.

Mit seiner ORF-Radioserie „Denken und Leben“, die als ORF-CDs ein Dauerseller wurden, sowie seinen Vorträgen im Rahmen der „Wiener Vorlesungen“ ist es ihm gelungen, das Fach Philosophie in der Öffentlichkeit neu zu definieren. Initiator der Wiener Vorlesungen ist Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Kuratoriumsvorsitzender des Paul Watzlawick-Ehrenrings und Gastgeber bei der Preisverleihung.

Konrad Paul Liessmann ist der siebte Träger des Paul Watzlawick-Ehrenringes nach Peter L. Berger, Aleida Assmann, Rüdiger Safranski, Friedrich Achleitner, Walter Thirring und Ruth Klüger.

„Watzlawick hat mit seiner konstruktivistischen Theorie das digitale Zeitalter, der uns global umfasst, bereits skizziert,[nbsp] aber auch dessen Schwachstellen erkannt.[nbsp] Man kann nicht nicht kommunizieren – diese Grundthese ist mehr als massentauglicher Slogan. Sie zeigt die Unbedingtheit der Kommunikation als Merkmal des Menschlichen“, so Liessmann, der sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit intensiv mit Sören Kierkegaard, Friedrich Nietzsche und Günther Anders beschäftigt hat und stets versuchte, aufklärender Intellektueller zu sein: mit der notwendigen abstrahierenden Distanz zu Polemiken und tagesaktuellen Auseinandersetzungen.

Am 10. Mai 2016 wird er im Rahmen einer Wiener Vorlesung mit dem Paul Watzlawick-Ehrenring 2016 ausgezeichnet. „Der Paul Watzlawick-Ehrenring ist eine Hommage an einen großen österreichischen Denker und Psychoanalytiker, der wesentlich zum gesellschaftspolitischen Diskurs in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts beigetragen hat. Konrad Paul Liessmann ist ein würdiger Preisträger“, fasst Dr. Erhard Busek, Juryvorsitzender, zusammen.

Der Paul Watzlawick-Ehrenring ist eine Initiative der Ärztekammer für Wien. „Paul Watzlawick war auch Arzt, Psychotherapeut und Philosoph. Er ist Vorbild für uns – über den Tagesrand hinausschauen, den Menschen als ganzheitliches Wesen verstehen und als Teil einer Gesellschaft voller Widersprüche“, so Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer für Wien.

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